Anna OppermannDie deutsche Knstlerin Anna Oppermann (19401993) schuf ab Ende der 1960er Jahre raumgreifende Installationen mit Bezgen zur Pop Art, Arte povera und Konzeptkunst, die sie Ensembles nannte. Die aus Fundstcken, Fotos, Skizzen, persnlichen Texten, Zitaten und kolorierten Fotoleinwnden zusammengestellten Installationen wurden damals hufig als rein biografische uerungen missverstanden. Dagegen intendierte die Knstlerin, Denkprozesse beim Betrachter ihrer
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Die deutsche Künstlerin Anna Oppermann (1940–1993) schuf ab Ende der 1960er-Jahre raumgreifende Installationen mit Bezügen zur Pop-Art, Arte povera und Konzeptkunst, die sie »Ensembles« nannte. Die aus Fundstücken, Fotos, Skizzen, persönlichen Texten, Zitaten und kolorierten Fotoleinwänden zusammengestellten Installationen wurden damals häufig als rein biografische Äußerungen missverstanden. Dagegen intendierte die Künstlerin, Denkprozesse beim Betrachter ihrer sich immer wieder neu und anders erschließenden, hochkomplexen Werke anzustoßen, wenn sie in ihren Ensembles die ästhetischen und theoretischen Entscheidungsprozesse nachvollziehbar werden ließ. Gerade in ihrer postmodernen Uneindeutigkeit und Performativität sieht die heutige Kunstkritik den besonderen Wert dieser offenen, über Jahre gewachsenen Arbeiten. Die Publikation mit vollständigem Ensembleverzeichnis, übrigens die einzige lieferbare Publikation zur Künstlerin, aktualisiert den Blick auf Oppermanns Œuvre. Sie dokumentiert die Stuttgarter Ausstellung ausführlich und betrachtet die Werke aus verschiedenen theoretischen Perspektiven mit Blick auf die aktuelle Kunst.
Ausstellungen: Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 17.5.–12.8.2007 · Generali Foundation, Wien 28.9.–16.12.2007